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Pricing

Tarifierung

Die Tarifierung in SAP IS-U und SAP S/4HANA Utilities bildet die Preislogik für die Abrechnung im Utilities-Umfeld ab. Grundlage dafür sind Tarifstammdaten wie Tarifkategorie, Tarifermittlung, Abrechnungsschema, Tarife und Operanden. Für spezielle High-Volume- oder Echtzeit-Szenarien kann ergänzend SAP Convergent Charging relevant sein

Grund-, Arbeits- und Leistungspreise sowie regulierte Preisbestandteile
Regulatorische Preisänderungen (Netzentgelte, Konzessionsabgaben)
Sonderverträge & Gewerbetarife (RLM, Industrie)
HT/NT-Tarife für E-Mobility, Wärmepumpen, Nachtspeicher
Dynamische Tarife nach §41a EnWG
SAP Convergent Charging (CC) für ergänzende Pricing-Szenarien

Was ist Tarifierung in SAP IS-U?

Die Tarifierung in SAP IS-U legt fest, wie Preise im Abrechnungsprozess angewendet werden. Fachliche Grundlage sind Tarifstammdaten wie Tarifkategorie, Tarifermittlung, Abrechnungsschema, Tarife und Operanden. Auf dieser Basis können unterschiedliche Preislogiken und Tarifmodelle im Utilities-Umfeld abgebildet werden.

Wie ist ein Tarif in SAP IS-U aufgebaut?

Ein Tarif in SAP IS-U besteht aus mehreren Preiskomponenten: dem Grundpreis (feste monatliche oder jährliche Gebühr), dem Arbeitspreis (verbrauchsabhängige Komponente in ct/kWh), dem Leistungspreis (für RLM-Kunden, basierend auf der Spitzenleistung) sowie diversen Umlagen und Abgaben.

Regulatorische Preisbestandteile können je nach Marktrolle und Produktmodell über separate Preisbestandteile und Gültigkeitszeiträume abgebildet werden. Dazu gehören beispielsweise Netzentgelte, Konzessionsabgabe, KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage und der Aufschlag für besondere Netznutzung.

Regulatorische Preisänderungen umsetzen

Preisänderungen im Utilities-Umfeld müssen über Gültigkeitszeiträume, Preisstände und tarifliche Logiken sauber in das System übernommen werden. SAP IS-U stellt dafür tarifbezogene Stammdaten und Preiszuordnungen bereit, sodass neue Preise in den Abrechnungsprozess überführt werden können.

Sonderverträge und Gewerbetarife

Großkunden und Industriebetriebe werden häufig über individuelle Sonderverträge beliefert. SAP IS-U bildet komplexe Konditionsmodelle ab: Staffelpreise, Leistungsbandbreiten, Take-or-Pay-Vereinbarungen und Preisgleitklauseln. RLM-Kunden erhalten Leistungspreise basierend auf ihrer gemessenen Höchstlast.

HT/NT-Tarife und E-Mobility

Zeitabhängige Tarifmodelle wie HT-/NT-Strukturen lassen sich im Utilities-Umfeld für unterschiedliche Anwendungsfälle einsetzen. Dazu gehören klassische zeitabhängige Verbrauchsmodelle ebenso wie neuere Einsatzfelder im Umfeld von E-Mobilität oder steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.

Dynamische Tarife

Seit dem 1. Januar 2025 adressiert § 41a EnWG auch lastvariable, tageszeitabhängige und dynamische Stromtarife. Für solche Modelle müssen zeitbezogene Verbrauchs- und Preisinformationen systemseitig verarbeitet werden.

Häufige Fragen zur Tarifierung

Wie schnell können neue Tarife eingeführt werden?

Der Umsetzungsaufwand für neue Tarife hängt von Tarifmodell, Preislogik, Testumfang und den betroffenen Folgeprozessen ab. Einfache Preisänderungen sind in der Regel deutlich schneller umsetzbar als komplexe Tarifmodelle mit zusätzlichen Bedingungen oder zeitabhängigen Komponenten.

Was ist der Unterschied zwischen Tarifierung und Convergent Charging?

Die klassische Tarifierung in SAP IS-U ist auf tarifbezogene Preislogiken im Utilities-Abrechnungsprozess ausgerichtet. SAP Convergent Charging ergänzt dieses Umfeld um Funktionen für flexible Pricing- und Rating-Szenarien in Echtzeit oder Batch, insbesondere bei nutzungsabhängigen und hochvolumigen Modellen.

Welche regulatorischen Preisbestandteile muss SAP IS-U abbilden?

Im System müssen die jeweils relevanten Preisbestandteile eines Tarifs korrekt abgebildet werden. Dazu gehören je nach Marktrolle und Produktmodell insbesondere Grundpreise, Arbeitspreise, leistungsbezogene Komponenten, Netzentgelte sowie weitere regulierte oder vertraglich vereinbarte Preisbestandteile wie zum Beispiel die KWKG-Umlage, die Offshore-Netzumlage, der Aufschlag für besondere Netznutzung und die Konzessionsabgabe.

FAQ

Häufige Fragen

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