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Convergent Invoicing (CI)

SAP Convergent Invoicing verarbeitet abrechnungsrelevante Positionen aus unterschiedlichen Quellsystemen und führt sie in strukturierten Billing- und Invoicing-Prozessen zusammen. Die Lösung ist insbesondere für Szenarien mit hohen Transaktionsvolumina, mehreren Datenquellen und komplexeren Abrechnungsmodellen relevant.

Sparten- und systemübergreifende Rechnungsprozesse
Verarbeitung von Billable Items aus Quellsystemen - SAP CC, SD, IS-U und externen Systemen
Integration mit SAP FI-CA und Vertragskontokorrent
Abrechnung von Zusatzleistungen und Services
Massendatenverarbeitung und Monitoring
Unterstützung von S/4HANA- und BRIM-Szenarien

Was ist SAP Convergent Invoicing (CI)?

SAP Convergent Invoicing ist eine Komponente im SAP-BRIM-Umfeld und stellt skalierbare Fakturierungsfunktionen für große Mengen transaktionaler Daten aus mehreren Quellen bereit. Der Kernprozess besteht aus Billing in Convergent Invoicing und Invoicing in Convergent Invoicing.

Im Mittelpunkt stehen sogenannte Billable Items. Diese bilden die Grundlage für den Billing-Prozess, werden in Convergent Invoicing verarbeitet und zu Billing Documents zusammengeführt. Anschließend können sie im Invoicing weiterverarbeitet und in nachgelagerte Finanzprozesse integriert werden.

Für Energieversorger ist CI vor allem dann relevant, wenn neben klassischen Energieprodukten zusätzliche Leistungen, Services, Partnerleistungen oder externe Abrechnungsdaten verarbeitet werden sollen. Entscheidend ist dabei die saubere Integration mit SAP FI-CA, SAP IS-U, S/4HANA Utilities und den jeweiligen Quellsystemen.

Wie funktioniert die sparten- und systemübergreifende Rechnungsstellung?

Convergent Invoicing verarbeitet abrechnungsrelevante Positionen aus angebundenen Quellsystemen. Diese Positionen können aus unterschiedlichen fachlichen Prozessen stammen und werden als Billable Items für Billing- und Invoicing-Prozesse bereitgestellt.

Die Billable Items werden im Billing geprüft, verarbeitet und zu Billing Documents gruppiert. Im anschließenden Invoicing können daraus abrechnungs- und buchungsrelevante Dokumente entstehen, die in FI-CA und nachgelagerte Prozesse eingebunden werden.

Ein typisches Einsatzszenario kann entstehen, wenn unterschiedliche Leistungen oder Datenquellen in einer gemeinsamen Fakturierungslogik verarbeitet werden sollen, etwa Commodity-nahe Leistungen, Zusatzservices oder Partnerleistungen. Ob eine gemeinsame Rechnung, getrennte Rechnungen oder eine andere Abbildungslogik sinnvoll ist, hängt vom konkreten Prozess- und Systemdesign ab.

SAP BRIM-Suite im Überblick

SAP Convergent Invoicing ist Teil des SAP-BRIM-Kontextes. SAP BRIM unterstützt Geschäftsmodelle mit nutzungsbasierten Leistungen, wiederkehrenden Abrechnungen, hohen Transaktionsvolumina und komplexeren Vertrags- oder Partnerstrukturen.

Im Zusammenspiel mit weiteren Komponenten wie SAP Convergent Charging, Subscription Order Management und SAP FI-CA kann Convergent Invoicing eine wichtige Rolle in der Abbildung moderner Abrechnungsprozesse übernehmen. Während Convergent Charging typischerweise für Rating- und Bewertungslogiken eingesetzt wird, verarbeitet Convergent Invoicing abrechnungsrelevante Positionen in Billing- und Invoicing-Prozessen. SAP FI-CA ist für die weitere Verarbeitung im Vertragskontokorrent relevant.

Für Energieversorger ist diese Architektur insbesondere dann interessant, wenn klassische Versorgungsleistungen mit zusätzlichen Services, nutzungsbasierten Modellen oder Partnerprozessen kombiniert werden.

Drittleistungen und Partner Settlement

Convergent Invoicing kann in Szenarien eingesetzt werden, in denen abrechnungsrelevante Positionen nicht nur aus einem einzelnen System oder einer einzelnen Sparte stammen. Dazu können je nach Geschäftsmodell Zusatzleistungen, externe Services, Partnerleistungen oder andere abrechnungsfähige Positionen gehören.

Bei solchen Szenarien ist die fachliche Abgrenzung besonders wichtig: Welche Leistung wird abgerechnet? Aus welchem Quellsystem stammt die Position? Welche Vertrags- und Kontierungsinformationen sind erforderlich? Wie werden die Positionen gruppiert, fakturiert und in FI-CA weiterverarbeitet?

Partner- und Drittleistungsszenarien erfordern daher eine saubere Datenstruktur, klare Schnittstellenlogik und eine nachvollziehbare Verarbeitung vom Billable Item bis zur weiteren buchhalterischen Abbildung.

Massendatenverarbeitung

Convergent Invoicing ist für die Verarbeitung hoher Mengen transaktionaler Daten aus mehreren Quellen ausgelegt. In der Praxis ist dabei nicht nur die technische Verarbeitung relevant, sondern auch die Nachvollziehbarkeit der einzelnen Verarbeitungsschritte.

Wichtige Aspekte sind die Überwachung von Billable Items, die Verarbeitung in Massenläufen, die Analyse fehlerhafter Positionen, die Prüfung von Schnittstellen und die Abstimmung mit FI-CA sowie angrenzenden Systemen.

Eine stabile CI-Landschaft benötigt klare Regeln für Datenübernahme, Validierung, Mapping, Fehlerbearbeitung und Monitoring. Nur so können abrechnungsrelevante Daten zuverlässig in Billing-, Invoicing- und Folgeprozesse überführt werden.

Häufige Fragen zu Convergent Invoicing

Wann brauche ich CI statt der klassischen IS-U-Abrechnung?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Convergent Invoicing ist vor allem dann relevant, wenn abrechnungsrelevante Positionen aus mehreren Quellen verarbeitet, gebündelt und in Billing- und Invoicing-Prozesse überführt werden sollen. Das kann bei Zusatzservices, Partnerleistungen, nutzungsbasierten Leistungen oder komplexeren Abrechnungsmodellen der Fall sein.

Die klassische SAP-IS-U-Abrechnung und Convergent Invoicing sind daher nicht automatisch als Entweder-oder zu verstehen. Welche Architektur sinnvoll ist, hängt vom konkreten Geschäftsmodell, der Systemlandschaft und dem fachlichen Scope ab.

Kann CI parallel zur IS-U-Abrechnung betrieben werden?

Ja, ein paralleler Einsatz ist je nach Systemarchitektur und fachlichem Szenario möglich. In der Praxis kann SAP IS-U weiterhin für klassische energiewirtschaftliche Abrechnungsprozesse genutzt werden, während Convergent Invoicing für zusätzliche Leistungen, externe Abrechnungsdaten oder spezielle Billing- und Invoicing-Szenarien eingesetzt wird.

Entscheidend ist eine saubere Integration, insbesondere mit SAP FI-CA, den relevanten Quellsystemen und den nachgelagerten Finanzprozessen.

Was sind Billable Items?

Billable Items sind abrechnungsrelevante Einzelpositionen in Convergent Invoicing. Sie bilden die Grundlage für den Billing-Prozess und werden dort zu Billing Documents gruppiert. Anschließend können sie im Invoicing weiterverarbeitet werden.

Billable Items enthalten die fachlichen und technischen Informationen, die für die weitere Abrechnung, Fakturierung und buchhalterische Verarbeitung erforderlich sind.

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